Womit beginnt das neue Jahr? Natürlich mit Sekt und einem Feuerwerk. Ja ich bin leider aus einer Zeit in der das noch üblich war und kann es auch nicht lassen. Mein persönlicher Beitrag ist, dass ich das Feuerwerk bei ALDI kaufe und das Budget begrenze, siehe Kassenbeleg.

Beim Bezahlen reicht mir der Kassierer das PIN Pad herüber und fordert mich auf die PIN einzugeben. Das Terminal fragt aber nach meiner Unterschrift – also eine Lastschrift. Ich weise ihn darauf hin und er meint „ja, das passiert manchmal , aber nur beim ersten Mal“. Normalerweise gehen solche Beträge direkt ohne Bestätigung durch – die erforderliche Unterschrift für die Lastschrift muß nur einmal im Halbjahr erfolgen. Damit sind wir schon in der wunderbaren Welt der Zahlungsdienstleister oder neudeutsch PSPs, siehe mollie-viagogo-und-wirecard-geld-verdienen-leicht-gemacht/
Den Dienstleister bei ALDI kannte ich noch nicht, aber ein Blick auf den Beleg genügt, denn da steht „Weitere Informationen zu SEPA-Lastschrift: https://www.payone.com . Also schnell zur Webseite und erst mal recherchiert, wer wann was und wie von meinem Konto abbucht.

In den 80er Jahren als das bargeldlose Zahlen eingeführt wurde, hatten die Läden und Supermärkte noch „eigene“ EDV-Lösungen und wir programmierten die POS-Terminals (Point of Sales) von Scheidt und Bachmann
und vielen anderen bei IKOSS in Aachen. Wichtig waren natürlich die Zahlungssysteme dahinter, die auf Computern der IBM Serie 1 und später IBM Serie 88 liefen, siehe 40-jahre-it-training
Die Systeme arbeiten nach dem ISO 8583 Standard. Google KI hilft uns auch hier wieder weiter.


Lastschriften waren in den 80ern aus Sicht der Banken im Handel nicht erwünscht. Peek und Cloppenburg setzte dies jedoch gerichtlich durch. Wer es genau wissen will, schaut hier nach https://de.wikipedia.org/wiki/ISO_8583
Die Koalition plant für 2026 die Pflicht zum digitalen Zahlen. Alle Unternehmen mit Kundenkontakt müssen künftig neben Bargeld mindestens eine digitale Zahlungsoption anbieten – EC-Karte, Kreditkarte oder kontaktloses Bezahlen. Die FAZ schreibt am 2.1.2026

„Im vergangenen Jahr wurde erstmals mehr mit Karte gezahlt als mit Bargeld. Endlich herrscht an vielen Kassen echte Wahlfreiheit“ FAZ aktuell auch-deutschland-wird-zum-kartenzahler-land
PayOne zählt zu den Großen der Branche wie sumup, unzer, Beyond, nexi, hobes, First Cash, S-Payment, TeleCash, Elavon, vert, globalpayments, Flatpay und VR Payment. Insgesamt zwölf verschiedene Zahlungs-Verfahren von G Pay bis VISA werden auf der PayOne Webseite aufgelistet.

Als Händler braucht man zunächst ein Kartenlesegerät, das es praktischerweise kostenlos gibt. Natürlich wird es über ein Gebührenmodell finanziert, siehe Bild.

Auf der PayOne Webseite sind alle Lösungen für Handel, Gastronomie, Apotheken usw. genau erklärt. Dazu gehören auch Kassensysteme, die ja mit dem Bezahlterminal zusammenarbeiten sollten um den Bezahlvorgang effektiv zu gestalten. Zu den Großkunden zählen neben ALDI auch denns, Rossmann, REWE und tegut. In Deutschland sind die Sparkassen Partner und mit 277.000 Kunden ist PayOne laut eigener Aussage der führende Payment-Anbieter in Deutschland und Österreich.
Wer mehr über die Geschichte der bargeldlosen Zahlungsverfahren wissen möchte findet hier sehr detaillierte Infos die-lange-geschichte-der-lastschrift
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